Das „next:classroom“

Heute möchte ich dir ein weiteres Projekt vorstellen, das wir auf der „LearnTec“ in Karlsruhe kennengelernt haben. Das Projekt heißt  „next:classroom“ und

„ist das führende Cross Media eLearning Arrangement, das klassische Unterrichtsmethoden und moderne digitale Lehre miteinander vereint.“

Quelle: Website von edu:cube


Ziel von „next:classroom“ ist es, das analoge Lernen in Einklang mit der digitalen Bildung der Zukunft zu bringen. Aus Sicht von „next:classroom“ ist dabei das erforschende, selbstoganisierte Lernen mit individueller Lerngeschwindigkeit von zentraler Bedeutung.

Im Mittelpunkt dieser Software steht die Bilderkennung, die Lehrern dazu verwenden, um Aufgaben an Orten in der realen Welt zu verteilen.


Das Prinzip von „next:classroom“ funktioniert wie folgt:

Der Lehrer besucht die Website von „next:classroom“ und eröffnet einen Account. Auf diesem Account erstellt er dann Aufgaben für seine Schüler. Dazu verwendet er die Aufgaben, die er bislang in Form eines Arbeitsblatts ausgeteilt hatte. Diese kann er ohne jegliche Vorkenntnisse des Programmierens digitalisieren, indem er sie mithilfe von sogenannten Templates online erstellt. Außerdem kann er Bilder-, Video- oder Audiodateien hinterlegen, die über das jeweilige Thema zusätzliche Informationen liefern.

Anschließend scannt der Lehrer mit seinem Smartphone den Ort ein, an dem seine digitale Aufgabenstellung für die Schüler zur Verfügung stehen soll. Dieser Ort wird als „Lernspot“ bezeichnet.

Dieser Ort kann zum Beispiel eine Seite eines Schulbuches sein, zu dessen Inhalt der Lehrer eine Abfrage vorbereitet hat oder auch ein Anschauungsobjekt, wie zum Beispiel das menschliche Skelett. Spannender wird es allerdings, wenn sich der „Lernspot“ in einem größeren themenbezogenen Umfeld befindet. Folgende Bilder zeigen praktische Orte an denen „Lernspots“ untergebracht werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nun kommen die Schüler mit ihren Smartphones ins Spiel. Das Prinzip verfolgt den Gedanken des BYOD-Systems („Bring your own Device“-System). Schülern ohne Smartphone kann auch ein Leihgerät zur Verfügung gestellt werden. Sobald die Schüler die App von „next:classroom“ heruntergeladen und sich angemeldet haben, können sie sich auf die erforschende und selbstorganisierte Lerntour begeben. Dabei richten die Schüler die Kamera ihres Smartphones auf das Umfeld, in dem der Lehrer die Aufgaben verteilt hat. Sobald das System einen Ort erkennt, an dem eine Aufgabe hinterlegt ist, öffnet sich diese auf dem Smartphone der Schüler. Nun kann der Schüler mit den hinterlegten Dateien des Lehrers arbeiten und die Aufgaben lösen.


Bis hierhin wäre diese Software nur eine Änderung der herkömmlichen Aufgabenstellung. Um die vierte Ebene des SAMR-Modells von Puentedura zu erreichen, bedarf es einer zusätzlichen Funktion.

Diese Funktion ist die schülerspezifische Lernstandsrückmeldung an den Lehrer. Da jeder Schüler in seiner individuellen Lerngeschwindigkeit arbeiten kann, ist es für den Lehrer möglich, den Lernstand von jedem Schüler aufzurufen. Mit diesem Feature ist „next:classroom“ nicht nur eine erforschende Lernalternative zu analogen Aufgabenstellungen, sondern bietet Lehrern zugleich eine Lernstandsabfrage, die individuellere Förderung ermöglicht.


Ich befürworte den Einsatz dieser Software als Ergänzung des Unterrichts, da

  • Schüler dadurch das selbständige Erarbeiten von Themen erlernen,
  • die individuelle Lerngeschwindigkeit der Schüler berücksichtigt wird und
  • der Lehrer seine Schüler individueller unterstützen kann.

Was haltet ihr von dem Einsatz von „next:classroom“ im Unterricht? Lasst uns doch mal in den Kommentaren darüber diskutieren.

Bis bald
Deine Bananenkanone 🙂


Bildquelle: Website von edu:cube

 

 

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