Calliope mini – Der Mikrocomputer aus dem Schulranzen

Durch die Digitalisierung werden immer mehr technische Kenntnisse in der Berufswelt vorausgesetzt. Um Kinder so früh wie möglich an die digitale Welt und das Programmieren – die Grundvoraussetzung für zukünftige technische Berufe – heranzuführen, gibt es den handlichen Mikrocomputer namens „Calliope mini“.

Dieser ist dafür gedacht,

„dass jedem Kind, in der dritten Klasse der spielerische Zugang zur digitalen Welt ermöglicht werden soll – unabhängig von Geschlecht oder der finanziellen Ausstattung des Elternhauses.“

Die Entwickler des Calliope mini sind der Meinung, dass der frühe Erwerb digitaler Kompetenzen wichtig ist, damit sich Kinder selbstbewusst und selbstbestimmt in unserer zunehmend digital organisierten Gesellschaft bewegen können. Deshalb haben sie die sternförmige, kleine Platine entwickelt, die in Grundschulen zum Lehren des Programmierens zum Einsatz kommen soll.


Calliope-mini-set

Der Calliope mini besteht aus einer Computerplatine, die per USB-Kabel an einen Computer angeschlossen werden kann. Auf der Computerplatine befindet sich zwischen zwei programmierbaren Buttons und den Batterie- und USB-Anschlüssen ein LED-Feld aus 25 roten LEDs und einer zusätzlichen RBG-LED (eine RGB-LED kann in verschiedenen Farben leuchten). Zudem befinden sich auf der Platine ein Lage- und ein Bewegungssensor, ein Kompass, ein Bluetooth-Modul und eine Funkantenne.


calliope-mini
Detaillierter Aufbau eines Calliope mini (Quelle)

Über einen Webbrowser können Schüler mit dem Editor von Calliope ein eigenes Spiel programmieren. Der Editor ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut und leicht verständlich gehalten. Zum Programmieren wird eine Visualisierung des Programmcodes zu Nutze gemacht. Diese ersetzt das aufwendige Lernen der Zusammensetzung eines Codes und lässt Kinder mit einer Art Baukasten-System ihr Programm zusammenstellen. Damit die Schüler auch nachvollziehen, was sie mit den Blöcken zusammengebaut haben, können sie sich auch den generierten Code anzeigen lassen, um diesen nachzuvollziehen. In der Berufswelt wird nämlich später nur noch mit Code programmiert. Die visuelle Zusammensetzung dient als Heranführung an das richtige Programmieren.


Wenn der Schüler das Spiel fertig erstellt hat, kann er sich das Programm aus dem Internet auf seinen PC herunterladen und dann per USB-Kabel auf seinen Calliope mini übertragen. Alternativ kann der Schüler das Spiel auch auf seinem Smartphone erstellen und herunterladen und das Programm anschließend mittels Bluetooth auf den Calliope mini übertragen. Wenn das Programm dann auf dem Calliope mini geladen ist, kann der Schüler ausprobieren, ob sein Spiel wie geplant funktioniert. Bei Fehlern kann das Programm immer wieder verbessert und optimiert werden.


Das Unternehmen AppCamps, das ich bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt habe, sieht folgende Kompetenzen, die Schüler durch die Arbeit mit dem Calliope erlernen können:

  • Verstehen von Algorithmen, Ereignissen, Schleifen, Variablen, bedingten Anweisungen, Funktionen
  • Umgang mit Hard- und Software
  • Verständnis für digitale Anwendungen
  • Logisches Denken und Problemlösen
  • Teamarbeit

Der kleine Computer kostet ca. 35€ und ist auch in Klassensätzen beim Cornelsen-Verlag erhältlich. Diese Klassensätze werden vom Land subventioniert, wenn es der Einsatz dieser neuen Technik in den Bildungsplan eines Bundeslandes geschafft hat. Bislang ist das nur in den Bundesländern Berlin, Saarland und Niedersachsen der Fall.

Inzwischen wird die Calliope GmbH durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Zuschüssen gefördert. Dies motiviert Calliope, sich weiterhin für die Integration des kleinen Computers in den Unterricht in allen Bundesländern einzusetzen. Informationen über den aktuellen Stand in den jeweiligen Bundesländern findest du auf der Website von Calliope.


In Vorbereitung für meine Präsentationsprüfung werde ich mich in Zukunft weiterhin mit dem Calliope mini beschäftigen und weitere Informationen in meinen nächsten Beiträgen liefern.

Was hältst du von den Mikrocomputern im Schulranzen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Bis bald
Deine Bananenkanone 🙂


Quellen: Website von Calliope und die Website von AppCamps

 

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