„Flipped Classrooms“

Zuhause lernen und in der Schule die Übungen machen, die normalerweise als Hausaufgabe aufgegben werden?
Was bringt dieses „auf den Kopf stellen“ der gesamten Unterrichtsorganisation und wie soll dies zu einem effektiveren Lernen führen?
Ich stelle dir heute das Konzept „Flipped Classrooms“ vor, das die Effektivität des Lernens fördern möchte, indem die klassische Unterrichtsorganisation umgekehrt wird.


Das Konzept der „Flipped Classrooms“ kommt ursprünglich aus den USA. Auf Deutsch übersetzt bedeutet „to flip“ so viel wie „umkehren“. Das Konzept beinhaltet ein Umkehren der klassischen Unterrichtsorganisation. Anstatt des klassischen Inputs im Frontalunterricht lernen die Schüler grundsätzliche Inhalte zuhause anhand von Skripten. Der Unterricht dient bei diesem Prinzip dann der Vertiefung und der Transferleistung des gelernten Stoffs.

Das Skript, mit dem die Schüler zuhause in ihrem eigenen Tempo arbeiten können, dient als Leitfaden. Gelernt wird dann vor allem mit neuen Medien, die bereits von den Schülern im Alltag benutzt werden. Hiebei haben sich kurze Videos, sogenannte „Screencasts“, als sinnvoll erwiesen. Screencasts sind digitale, sich entwickelnde Tafelbilder, die der Lehrer erstellt. Während die Schüler das sich aufbauende Tafelbild auf ihren eigenen Geräten anschauen können, hören sie gleichzeitig den vom Lehrer gesprochenen Text, der das Thema erklärt. Anhand solcher Videos können sich die Schüler einfache sowie auch schwierige Themen selbst erarbeiten und dazu passende Übungsaufgaben als Hausaufgabe erledigen.

Die traditionelle Rolle des Lehrers verändert sich durch dieses Konzept. Der Schwerpunkt im Unterricht liegt auf dem Klären von Fragen, der Anwendung des Gelernten sowie auch auf Vertiefungs- und Transfer-Aufgaben. Der Lehrer nimmt dabei im Lernprozess der Schüler vermehrt die Mentor-Rolle für den Schüler ein und aktiviert seine Schüler zum eigenverantwortlichen Lernen.

Flipped_Classroom
Flipped Classroom (Quelle)

Folgende Vorteile bringt dieses Konzept mit sich:

  • Schüler können den Stoff zuhause in ihrem eigenen Tempo anhand des Skripts erarbeiten. Dadurch bekommt jeder Schüler die für ihn notwendige Zeit und wird nicht mehr gestresst, einen Zusammenhang in einem vorgegebenen Zeitfenster zu verstehen.
  • Lehrer können durch die Mentor-Rolle den individuellen Lernstand jedes einzelnen Schülers viel besser im Blick behalten, da sie sich nicht mehr auf den Frontalunterricht und die Aufmerksamkeit ihrer Schüler fokussieren müssen.
  • Das Konzept fördert die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler.
  • Im Unterricht können interessante Inhalte behandelt werden, die mit der Vertiefung des Gelernten zu tun haben. Dadurch entsteht viel Abwechslung im Unterricht.

Ich finde das Konzept interessant und kann mir einen sinnvollen Einsatz in gewissen Fächern, wie z.B. Erdkunde, Geschichte und Biologie sehr gut vorstellen.

Was hältst du von dem Konzept der „Flipped Classrooms“? Lass es mich mal in den Kommentaren wissen!

Bis bald
Deine Bananenkanone 🙂

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