Gedanken zur digitalen Bildungsrevolution

Die digitale Bildungsrevolution beschreibt das zunehmende Aufkommen von digitalen Medien in der Bildung. Für den sinnvollen Einsatz dieser Medien im Bildungswesen gibt es immer mehr Vorschläge und Beispiele. Doch inwieweit die Bildungsrevolution positive oder auch negative Folgen mit sich bringt, möchte ich dir in diesem Beitrag etwas näher bringen.


Im Unterricht haben wir uns Gedanken zur digitalen Bildungsrevolution gemacht und haben uns deren positive sowie auch negative Folgen überlegt. Nachstehend gebe ich dir einen Überblick über die Sichtweisen von Befürwortern versus Kritikern.

Befürworter einer digitalen Bildungsrevolution argumentieren mit folgenden Punkten:

  • Durch die Digitalisierung der Bildung kann diese weltweit mehr Kindern zur Verfügung gestellt werden. In ärmeren Länder, wie zum Beispiel Afrika, gibt es wenig Schulen, was lange Schulwege für die meisten Kinder bedeutet. Da manche fast einen halben Tag bis in die Schule benötigen, lohnt sich dieser Weg für die Kinder oftmals nicht. Doch wenn sie die Bildung über ein technisches Gerät zuhause bekommen, ermöglicht dies auch den Kindern in entlegenen Gebieten eine Bildung.
  • Durch die Einführung von Tabletklassen können Schüler den Unterricht sowie Übungsaufgaben auf ihren Tablets erledigen. Die Ergebnisse und der Leistungsstand der Schüler sind für den Lehrer zu jeder Zeit abrufbar. Dadurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile:
    1. Jeder Schüler kann in seinem eigenen Tempo lernen und wird von der Klasse nicht gehetzt oder gar aufgehalten. Daraus folgt auch eine enorme Zeitersparnis, weil der Lehrer nicht mehr nach jedem Thema alle wieder auf denselben Leistungsstand bringen muss.
    2. Die individuelle und konstante Überprüfung des Lernstands ermöglicht es dem Lehrer, individuell den Schülern zu helfen, die noch Probleme mit einzelnen Themen haben. Dadurch bleibt die Bedeutung der Lehrer erhalten und sie bleiben weiterhin ein wichtiges Instrument im Bildungswesen.
    3. Die konstante Erfassung des Lernstands ermöglicht es den Schülern, ein direktes Feedback zu ihrem Lernfortschritt zu bekommen.
    4. Da alle Schüler auf dieselbe Lernplattform zugreifen, haben sie die Möglichkeit, sich solange mit dem Stoff auseinanderzusetzen, bis sie ihn gelernt bzw. verstanden haben. Dies entspricht den politischen Forderungen nach Chancengleichheit in der Bildung.
  • Durch BigData, einer großen Datenerhebung persönlicher Informationen aus dem Netz wie z.B. Internetsuchverlauf, Einkaufstatistiken u.ä., lässt sich Lernsoftware individuell für Schüler anpassen. Das bedeutet, dass die Hersteller von Lernsoftware mit Hilfe von BigData jedem Schüler individuelle Aufgaben anbieten können. Zum Beispiel werden wissenschaftlich interessierten Schülern vertiefende Aufgaben aus dem wissenschaftlichen Bereich vorgeschlagen, während sprachinteressierten Kindern sprachintensivere Aufgaben bereitgestellt werden.
  • Durch die vielfältige Auswahl an Lernarten kann sich jeder Schüler die für ihn optimale Art heraussuchen, um zum bestmöglichen Lernziel zu gelangen. Unter den verschiedenen Arten des Lernens versteht man Lernen durch lesen, schreiben, hören oder auch sehen sowie neue Herangehensweisen, wie zum Beispiel Lernen mit Lernvideos aus dem Internet oder digitale Abfrage von Vokabeln.

Kritiker der digitalen Bildungsrevolution argumentieren dagegen mit folgenden Argumenten:

  • Die digitale Bildungsrevolution gefährden durch den Wandel des Bildungssystems die Hochschulen. Wenn intelligente Lernsoftware bereits in naher Zukunft entwickelt werden, stellt sich die Frage, ob Vorlesungen an Hochschulen vielleicht als überflüssig angesehen werden, denn eine Lernsoftware kann einen individuell angepassten Stoff in einer kürzeren Zeit vermitteln.
  • Auch den Beruf der Lehrer sehen die Kritiker als gefährdet, denn durch super intelligente Logarithmen kann man dann auch bald Schüler ohne die Hilfe eines Lehrers individuell fördern. Dadurch gehen viele qualifizierte Arbeitsplätze verloren.
  • Da das Lernen mit analogen Medien schon immer funktioniert hat,  gibt es eigentlich gar keinen Grund, das aktuelle System zu reformieren. Durch eine derartig starke Veränderung wird zu viel riskiert, ohne dass eine positive Veränderung in der Bildung garantiert ist.
  • Das wichtigste Argument der Kritiker ist, dass durch die digitale Bildungsrevolution und den Verzicht auf Lehrer im Klassenzimmer den Schülern die soziale Bildung vorenthalten wird. Dies wird sich negativ auf die soziale Entwicklung der Bevölkerung von morgen auswirken.

Ich persönlich halte eine Bildungsrevolution, welche die Lehrer aus dem Bildungssystem komplett herausnimmt, für keine gute Lösung. Die Schüler brauchen meines Erachtens auch weiterhin eine soziale Bildung, um den Umgang mit anderen Menschen zu erlernen. Dennoch halte ich die Integration der beschriebenen Lernsoftware in den Unterricht für sinnvoll und produktiv. Die individuelle Förderung eines jeden Schülers kann dadurch viel besser gewährleistet werden und unterstützt die Lehrer.


Ich hoffe du konntest dir ein Bild über die Folgen einer digitalen Bildungsrevolution verschaffen und konntest dir eine eigene Meinung über diese Veränderung bilden. Lass mich mal doch mal in den Kommentaren wissen, was du von der Revolution hältst. Ich freue mich auf deine Meinung.

Bis bald
Deine Bananenkanone 🙂

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